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Exit-Strategie des Bundesrates: Ein Schritt zurück

23.04.2020 10:03:48

Bundesrat sendet falsche Signale und erhöht Schaden für die Wirtschaft

Handel Schweiz, der Dachverband des Handels, verlangt vom Bundesrat, dass er im Management der Coronaviruskrise zu Klarheit und Pragmatismus zurückkehrt. Vonnöten ist eine einleuchtende, medizinisch begründbare Exit-Strategie, die verständlich kommuniziert wird. Sonst wird das bisher intakte Vertrauen der Bevölkerung leichtsinnig verspielt.

Der Bundesrat hat gestern seinen Beschluss über die gestaffelte Öffnung der Verkaufsgeschäfte präzisiert: Ab Montag dürfen Läden mit mehr als 800 m2 Fläche öffnen, doch können sie immer noch nicht das gesamte Sortiment verkaufen. Für weitere zwei Wochen sind nach wie vor jene Waren gesperrt, das nicht dem täglichen Gebrauch dienen. Weiterhin sollen nach Ansicht des Bundesrates kleinere Geschäfte erst am 11. Mai 2020 wieder öffnen. Die einstimmige Forderung von mehreren Kantonsregierungen und Wirtschaftsverbänden ist jedoch, dass jedes Verkaufsgeschäft ab nächster Woche wieder arbeiten darf, wenn es die vorgeschriebenen Hygienemassnahmen umsetzen kann. Kaspar Engeli, Direktor von Handel Schweiz, erklärt konsterniert: «Auf breiter Basis wird eine pragmatischere und damit schnellere Öffnung des Detailhandels verlangt, die im Gegensatz zum gestrigen Entscheid des Bundesrates steht. Unverständlich ist zudem, dass aus saisonalen Gründen Garten- und Hobbycenter das volle Sortiment verkaufen dürfen. Velos, Motorräder, Kleider und viele andere Produkte kennen ebenso saisonale Geschäfte. Was ist mit ihnen?»

Lob und Tadel nach Gutdünken
Handel Schweiz bedauert, dass der Bundesrat mit seiner gestrigen Präzisierung zwei völlig falsche Signale sendet: Weiterhin bestehen bei der geplanten Lockerung willkürliche Unterscheidungen im Handel – dem grössten privaten Arbeitgeber der Schweiz. Weil diese Schritte medizinisch nicht begründbar sind, gefährdet der Bundesrat die Akzeptanz aller Massnahmen. Kaspar Engeli vermisst derzeit die inhaltliche Auseinandersetzung des Bundesrates: «Unsere Regierung gefällt sich offenbar in ihrer paternalistischen Rolle, in der sie Lob und Tadel nach Gutdünken verteilen kann: Wenn die Entscheide des Bundesrates in Frage gestellt werden, nimmt er einfach bereits in Aussicht gestellte Lockerungsmassnahmen zurück, damit alle wieder gleich (schlecht) behandelt werden!»
 
Klarheit und Pragmatismus vonnöten
Handel Schweiz fordert den Bundesrat dringend auf, auch in der Lockerungsphase schnell zu der gezeigten Klarheit und dem notwendigen Pragmatismus zurückzukehren. Kaspar Engeli betont: «Ansonsten wird nicht nur Goodwill verspielt, sondern summieren sich die Schäden für die Wirtschaft unnötig weiter. Und endlich erwartet die gesamte Bevölkerung, dass der Bundesrat seine Strategie klar und für alle verständlich aufzeigt!»

Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 4‘000 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Im Handel werden über 38’000 Lehrstellen angeboten, mehr bildet keine Branche aus.

Kontakt
Kaspar Engeli, Direktor, Tel. 061 228 90 33
Ueli Stursberg, 1. Sekretär, Tel. 061 228 90 31

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