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Nein zu den extremen Agrarinitiativen

24.03.2021 09:44:16

Was haben Pestizidverbote mit dem Handel zu tun? Sehr viel. Denn die beiden Volksinitiativen, über die wir im Juni abstimmen werden, schütten das Kind mit dem Bade aus: Sie schränken nicht nur den Pestizideinsatz ein, sondern gefährden die Landwirtschaft und die Schweizer Wirtschaft als Ganzes.
 

Am 13. Juni stimmt die Schweiz über zwei Volksinitiativen ab: «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» (Pestizidverbotsinitiative) und «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz» (Trinkwasserinitiative).

Die Pestizidverbotsinitiative will den Einsatz synthetischer Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung von Agrargütern und in der Landschafts- und Bodenpflege verbieten. Auch der Verkauf von Lebensmitteln, die im Ausland unter Einsatz von synthetischen Pestiziden hergestellt wurden, wird verboten.

Die Trinkwasserinitiative wiederum setzt bei den Direktzahlungen an, auf die viele Bauern angewiesen sind. Nur noch diejenigen Betriebe sollen Direktzahlungen erhalten, die unter anderem pestizidfrei produzieren und ihre Tiere ausschliesslich mit selbst produziertem Futter ernähren. Zukäufe, auch vom Nachbarshof, würden zu einer Streichung sämtlicher Subventionen führen. Nicht mehr möglich wäre auch das Verfüttern von Nebenprodukten der Nahrungsmittelindustrie.

Auch Handel Schweiz befürwortet den Schutz unserer natürlichen Ressourcen. Die beiden Agrarinitiativen nehmen berechtigte Anliegen der Bevölkerung auf. Sie sind jedoch derart extrem, dass sie weit über das Ziel hinausschiessen. Ihre Annahme würde zu deutlich geringeren Erträgen in der Schweizer Agrarproduktion führen. Die Verfügbarkeit einheimischer Nahrungsmittel würde sinken. Höhere Lebensmittelpreise in der Schweiz und eine spürbare Zunahme des Einkaufstourismus wären die Folge.

Die Pestizidverbotsinitiative bricht zudem mit internationalen Handelsverträgen (z. B. WTO- und EU-Abkommen). Sie würde die Lebensmittelimporteure empfindlich treffen und zu bedeutend mehr Bürokratie führen. Händler und Behörden müssten in aufwändigen Verfahren sicherstellen, dass die importierten Produkte alle nötigen Anforderungen erfüllen.

Bei einer Annahme der Initiativen müsste der Staat übermässig stark in den Schweizer Lebensmittelmarkt eingreifen und die Wahlfreiheit der Konsumenten einschränken. Die Wettbewerbsposition von Schweizer Unternehmen – von der Lebensmittelindustrie über die Importeure bis hin zum Detailhandel – würde deutlich geschwächt. Handel Schweiz lehnt daher sowohl die Pestizidverbots- als auch die Trinkwasserinitiative klar ab.

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