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NEIN zu Agrar-Initiativen – Abstimmung 13. Juni 2021

11.05.2021 13:18:30

Nachhaltige Landwirtschaft fördern statt Essen verteuern

Handel Schweiz lehnt die beiden Agrar-Initiativen ab. Das Ziel der nachhaltigen Landwirtschaft sei richtig, doch der nun vorgeschlagene Weg falsch. Statt auf Verbote zu setzen, sollte die weitere Entwicklung einer noch nachhaltigeren Landwirtschaft aktiv gefördert werden. Obwohl die Agrar-Initiativen punkto Nachhaltigkeit keine Fortschritte brächten, hätte ein Ja am 13. Juni 2021 massive Nachteile für die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten zur Folge. Es wäre mit einem schrumpfenden Angebot an in der Schweiz produzierten Nahrungsmitteln und gleichzeitig höheren Preisen für importierte Lebensmittel zu rechnen. Die Folge: Die Schweizer müssten mehr Geld für Essen ausgeben als heute. Nachhaltiger würde die Landwirtschaft damit noch nicht.
 

Handel Schweiz lehnt die beiden Agrar-Initiativen ab, über die das Schweizer Volk am 13. Juni 2021 abstimmen wird. Direktor Kaspar Engeli erklärt: «Die beiden Initiativen verfolgen grundsätzlich einen Ansatz, den wir alle begrüssen: nachhaltige Lebensmittel. Dieses Anliegen ist gut verpackt, schiesst aber in dieser Form am Ziel vorbei. So ist die Schweiz bereits heute nach Schweden die Nummer zwei punkto Nachhaltigkeit. Als eines der wenigen Länder auf der Welt geniessen wir hervorragendes Trinkwasser. Wir haben eine verantwortungsvoll agierende und ertragreiche Landwirtschaft, die hochwertige Produkte produziert. Statt viel Kraft in die Durchsetzung von Verboten zu investieren, sind vielmehr Innovationen zu fördern. Damit gewinnen wir alle mehr Nachhaltigkeit: die Landwirtschaft, die Bevölkerung und der Handel.»

Landwirtschaft braucht Handlungsspielraum
Handel Schweiz weist darauf hin, dass beim Thema Nachhaltigkeit jeweils die gesamte Wertschöpfungskette angeschaut werden müsse. Die Frage sei: Wann ist wo welches Produkt nachhaltig käuflich? Je nach Saison könnten importierte Lebensmittel nachhaltiger sein als Schweizer Produkte. In der Schweiz hergestellte Nahrungsmittel müssten oft tiefgekühlt, gelagert und je nach Saison länger haltbar gemacht werden. Auch hinsichtlich der Direktzahlungen präsentieren die Agrar-Initiativen keine gute Lösung, ist Handel Schweiz überzeugt. Die Kopplung von Direktzahlungen an sogenannt ökologisches Verhalten sei problematisch. Kaspar Engeli: «Die Landwirtschaftspolitik und die Betriebsführung eines Bauernbetriebes sind mittel- und langfristig angelegt. Die Landwirte wissen sehr genau, was gut und richtig ist. Sie müssen sich konsequent am Markt orientieren und brauchen weit gesteckte Leitplanken. Dieser Ansatz ist erfolgreich. Die Landwirtschaft wird immer nachhaltiger.»

Es droht ein zweifaches Eigentor
Die Pestizid-Initiative strebt eine Gesetzgebung mit exterritorialer Wirkung an. Nach Ansicht von Handel Schweiz lässt sich diese Forderung international nicht durchsetzen. Sie verletze zudem internationales Recht. «Falls nur noch Nahrungsmittel gemäss Forderung der Initianten importiert werden könnten, würden die Importpreise deutlich steigen. Gleichzeitig würde die landwirtschaftliche Produktion in der Schweiz mehr kosten. Beides zusammen ergäbe ein zweifaches Eigentor, und dazu kann der Handel nicht Hand bieten», so der Direktor von Handel Schweiz. 

Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 4‘000 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Im Handel werden über 38’000 Lehrstellen angeboten, mehr bildet keine Branche aus.

Kontakt
Kaspar Engeli, Direktor, Tel. 061 228 90 33
Ueli Stursberg, 1. Sekretär, Tel. 061 228 90 31

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