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Handel bekämpft den Fachkräftemangel

31.08.2015 13:23:12

Neue Kompetenz im Aussenhandel


Die Frankenstärke zwingt exportorientierte Firmen, das Optimum aus ihren Möglichkeiten herauszuholen. Umso schwerer wiegt das Verkaufsargument Qualität. Weiterbildung im Aussenhandel sichert Qualität. Am Samstag konnten 11 AussenhandelsleiterInnen und 72 Aussenhandelsfachmänner und -frauen im Kultur- und Kongresshaus in Aarau ihr Diplom entgegennehmen. Die besten Noten schafften Eveline Burkard und Viktoriia Graf, die beide im Kanton Schwyz arbeiten.



Die Exporte der Schweiz wuchsen 2014 um 3,5 % auf CHF 208,3 Mrd. Mit dem starken Franken scheint das Exportwachstum jedoch fürs Erste gebremst. Vor allem im wichtigen europäischen Absatzmarkt verteuerten sich Schweizer Waren um bis zu 20 %. Trotz der Währungssituation beurteilt Handel Schweiz jedoch die weitere Entwicklung der Branche langfristig positiv. 

Um Qualität und Fortschritt weiter zu fördern, engagiert sich Handel Schweiz stark in der Aus- und Weiterbildung. Zusammen mit Swissmem wurden deshalb im vergangenen Jahr die neuen Weiterbildungen im Aussenhandel lanciert. Am Samstag konnten nun 11 frisch gebackene AussenhandelsleiterInnen und 72 Aussenhandelsfachfrauen und -männer vor rund 200 Gästen ihr Diplom entgegennehmen. Bei der feierlichen Übergabe im Kultur- und Kongresshaus Aarau ging Frau Nationalrätin Corina Eichenberger auf die Bedeutung von Freiheit und Sicherheit für jeden von uns, unser Land und unsere Wirtschaft ein. «Freiheit und Sicherheit beeinflussen sich gegenseitig», so Corina Eichenberger. «Denn Freiheit ist nur in einem sicheren Land möglich.» Weil die Schweiz ein sicheres Land sei, kämen viele Unternehmen hierher. Diese würden bei uns Arbeitsplätze schaffen. «Dank der Sicherheit in unserem Land, können wir im Wohlstand leben», so die Schlussfolgerung der Nationalrätin. Die Sicherheit unseres Bildungssystems sei gut, weil es auf demokratisch abgestützten Grundlagen beruhe. Zudem sei es einfacher, in einem sicheren Land Handel zu betreiben.

Die insgesamt 83 AbsolventInnen der Weiterbildungen im Aussenhandel haben damit eine sichere Grundlage für ihre weitere Laufbahn gelegt. Von den 11 AussenhandelsleiterInnen erzielte die in Schwyz tätige und in Goldau wohnende Eveline Burkard das beste Resultat. Zur eidg. Berufsprüfung Aussenhandelsfachfrau und Aussenhandelsfachmann sind dieses Jahr 107 Kandidatinnen und Kandidaten angetreten. Den ersten Rang erreichte Viktoriia Graf aus Wald, mit Arbeitsort in Wollerau. Den 2. Rang teilen sich Vera Aeschlimann aus Roggwil mit Arbeitsort in Grossdietwil sowie Nadine Sonderegger aus Rüthi, tätig in Oberriet. Die in St. Gallen wohnhafte und in Uzwil tätige Caroline Germann schaffte den hervorragenden 3. Rang. 

Corinne Haeberlin hat ihr Diplom schon seit einem Jahr in der Tasche. Sie arbeitet für Mondelez als Supervisorin im World Retail Business. Ihre Kunden sind Duty Free Shops, die sie beispielsweise mit Toblerone, Milka oder Oreo versorgt. Mit der Ausbildung habe sie noch mehr Fachkompetenz erworben. Damit wolle sie ihr siebenköpfiges Team noch besser unterstützen, so Haeberlin. «Es eröffnen sich dank der Ausbildung Möglichkeiten, die man zuvor nicht gekannt hat!» Es werde ihr jetzt mehr Verantwortung übergeben: «Dank der Weiterbildung kann ich meine Aufgaben schneller und besser meistern. Kurzum, man zählt auf mich», erklärt die Aussenhandelsfachfrau. Als Teamleiterin stelle sie jede ausgebildete Aussenhandelsfachkraft mit Handkuss ein, so Haeberlin. 

Das Cello Quintett Basel von der Musik Akademie Basel umrahmte den Anlass mit zeitgenössischer Musik und machte Leistungsqualität hörbar. 

Auch Aussenhandelsleiter Beat Mathis hat nach dem Diplom schon ein Jahr lang Erfahrung gesammelt. Wohnhaft im St. Gallischen Sevelen, ist er seit einiger Zeit für die Hilti AG in Liechtenstein tätig. Für seine neue Position sei die Weiterbildung passend gewesen. «Es ist eine gute Vorbereitung auf eine später folgende leitende Funktion», so Mathis. Der grosse Vorteil sei das umfangreiche, spezifische Wissen im Aussenhandel, welches man erhalte. «Man weiss, welche Aufgaben anfallen, und auf was man achten muss in der Auftragsabwicklung mit ausländischen Kunden.» Schliesslich seien die rechtlichen Grundlagen im In- und Ausland total unterschiedlich, so Mathis. Die Weiterbildung habe ihm dabei geholfen, die Chancen und Risiken besser zu erkennen und entsprechend zu agieren. Er schätze die Komplexität und seinen grossen Verantwortungsbereich. Dank der Weiterbildung kann Mathis sehr viel komplexere Aufgaben übernehmen.
 
Aussenhandelsfachleute haben die Kompetenz, qualifizierte und spezialisierte Arbeiten und Führungsaufgaben in den Bereichen Import und/oder Export von Waren und Dienstleistungen auszuführen. Sie arbeiten in international tätigen Handels-, Dienstleistungs- und Produktionsfirmen. Zu ihren Aufgaben gehört die Analyse von Kundenwünschen. Sie stellen sicher, dass die Kunden die Güter oder Dienstleistungen termin- und fachgerecht erhalten. Verhandlungen führen sie in verschiedenen Sprachen und berücksichtigen kulturelle Eigenheiten. Organisation des weltweiten Gütertransports unter Berücksichtigung der länderspezifischen, ökonomischen und ökologischen Gegebenheiten gehören genauso zu ihren Aufgaben wie die Zollabfertigung mit allen notwendigen Dokumenten. Aussenhandelsfachleute sind in besonderem Masse für die Risiken im internationalen Handel sensibilisiert. Dadurch können sie diese minimieren, absichern und im Sinne der Unternehmensziele damit umgehen. Aussenhandelsfachleute zeichnen sich durch hohe Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz aus. Sie tragen in ihrer Rolle als Fachvorgesetzte aktiv zur Teamentwicklung bei und organisieren interne Ausbildungen.

Aussenhandelsleiter verfügen über die nötigen Kompetenzen, um anspruchsvolle und komplexe Planungs-, Führungs-, und Fachaufgaben im Aussenhandel zu übernehmen. Sie sind in international tätigen Handels-, Dienstleistungs- und Produktionsunternehmen tätig und übernehmen Vorgesetztenfunktion auf oberer Kaderebene. Sie erarbeiten strategische Richtlinien, bearbeiten Projekte, erstellen Konzepte und tragen die Gesamtverantwortung der Leistungen im Bereich des Imports und/oder Exports sowie des Transithandels. Sie überwachen alle Aspekte des Aussenhandels unter Berücksichtigung internationaler Abkommen und Vorgaben. Weiter optimieren sie die Lieferung von Gütern und Dienstleistungen unter Berücksichtigung der ökonomischen und ökologischen Gegebenheiten. Zu ihrer Arbeit gehört auch die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung zur Erarbeitung des Risikomanagements sowie der Optimierungs-Strategien für Prozesse und Schnittstellen. Das Berechnen und Interpretieren der für den Aussenhandel relevanten betriebswirtschaftlichen Zahlen gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie das Erstellen und die Überwachung des entsprechenden Teil- und Gesamtbudgets.

Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 3’700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Die KV-Branche Handel bildet 1‘400 Lehrlinge aus und ist damit eine der grössten und beliebtesten Ausbildungsbranchen. Insgesamt sind im Handel rund 24´000 Lernende tätig.​

Kontakt:
Ueli Stursberg, 1. Sekretär, Tel. 061 228 90 30
Kaspar Engeli, Direktor, Tel. 061 228 90 33

Informationen, Bildmaterial:
Iris Wirz c&p communications, Tel. 043 500 52 88
E-Mail: presse@handel-schweiz.com

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