social social social
 
social social social

Konjunkturumfrage zeigt stagnierende Geschäfte

01.12.2015 09:34:27

Erwartungen: Zunahme der Nachfrage

Gemäss der Konjunkturumfrage von Handel Schweiz und der KOF stagniert die Geschäftslage im Grosshandel auf tiefem Niveau. Der Hauptgrund dafür ist die ungenügende Nachfrage. Zudem wirken die wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen erschwerend. Die Mehrheit sieht der Grosshändler sieht die Zukunft jedoch positiver und erwartet, dass vor allem die Nachfrage wieder steigt. Diese Tendenz bestätigt die leichte Verbesserung der Nachfrageentwicklung in den letzten drei Monaten.



Schon 1990 bis 2000 gingen dem Handel viele Stellen verloren. Im Schnitt knapp ein Prozent pro Jahr. Ab 2000 stieg die Beschäftigung wieder an, so Kaspar Engeli, Direktor von Handel Schweiz: «Dies vor allem dank den Bilateralen I.» Auch die Schweiz profitiert vom starken Bevölkerungswachstum. «Es geht darum, die Produktivität jedes einzelnen Mitarbeiters zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten in einem wettbewerbsfähigen Rahmen zu halten», erklärt Engeli. Die Arbeitsproduktivität pro Mitarbeiter liegt im Grosshandel mit knapp CHF 300'000 deutlich über dem Durchschnitt der Schweizerischen Arbeitsproduktivität. Handel Schweiz fordert nun von der Politik umso dringender administrative und finanzielle Entlastungen für Unternehmen. 

Der Strukturwandel setzt sich fort
Im Auftrag von Handel Schweiz befragt die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich vierteljährlich die Grosshändler zu ihrem Geschäftsgang. Gemäss der aktuellen Umfrage haben sich die Erwartungen der Grossisten in Bezug auf die zukünftige Nachfrage aufgehellt. Die befragten Firmen gehen in diesem Zusammenhang von leicht anziehenden Lieferfristen aus. Trotzdem ist nicht zu vermeiden, dass die Anzahl der Beschäftigten in den nächsten drei Monaten weiter reduziert wird. Gemäss den Ergebnissen der Konjunkturumfrage wird dieser Stellenabbau jedoch wohl in einem kleineren Ausmass als bisher stattfinden. 

Warenverkauf nahm in Nahrungs- und Genussmittel-Sparte zu
Der Grosshandel ist immer noch von den Auswirkungen des teuren Frankens geprägt. Jedoch rechnen einzelne Sparten damit, dass die Nachfrage in Zukunft wieder zunehmen wird. Die befragten Firmen im Bereich Handelsvermittlung stehen der zukünftigen Geschäftslage skeptisch gegenüber. Dies, obwohl die Entwicklung der Ertragslage und des mengenmässigen Warenverkaufs positiv beurteilt wird. Die Sparte landwirtschaftliche Grundstoffe geht davon aus, dass die Nachfrage in Zukunft wieder anzieht. Aktuell ist diese jedoch zurückgegangen – ebenso der mengenmässige Warenverkauf. Im Bereich Nahrungs- und Genussmittel haben sich die Geschäftserwartungen aufgehellt. Der mengenmässige Warenverkauf erholte sich deutlich und die Lieferfristen haben sich entsprechend verlängert. 

Dass der Grosshandel jedoch insgesamt schwächelt, zeigt auch der Sektor Gebrauchs- und Verbrauchsgüter. Trotz der leicht gestiegenen Nachfrage, kämpft man hier mit einem schwachen Geschäftsgang. Als zu hoch werden die Lagerbestände eingeschätzt. Diese sind gegenüber dem Vorjahr noch einmal gestiegen. Trotzdem schaut man leicht optimistischer in die Zukunft und rechnet auch hier mit einer steigenden Nachfrage ausgehend vom aktuell niedrigen Niveau. In der IT-Sparte zeichnet sich eine schlechtere Geschäftslage ab. Das führt zu Personalabbau. In Zukunft wird jedoch erwartet, dass die Belegschaft wieder vergrössert werden kann. Im Bereich Maschinen und Ausrüstung hat sich der mengenmässige Warenverkauf im Vergleich zum Vorquartal deutlich verschlechtert. Dennoch ist die Wettbewerbsposition besser geworden. Man geht in den kommenden drei Monaten sogar von einer leichten Zunahme der Nachfrage aus. Wie sich die Währungssituation und die schwierige Marktsituation der Abnehmerbranchen weiter auf die einzelnen Grosshandels-Sparten auswirken wird, zeigt die Zukunft. 

Kontakt
Kaspar Engeli, Direktor, Tel. 061 228 90 33
Andreas Steffes, Sekretär, Tel. 061 228 90 32  
 

Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 3’700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Die KV-Branche Handel bildet 1‘400 Lehrlinge aus und ist damit eine der grössten und beliebtesten Ausbildungsbranchen. Insgesamt sind im Handel rund 24´000 Lernende tätig. 

Handel Schweiz führt die Umfrage Grosshandel in Zusammenarbeit mit der KOF Konjunkturforschungsstelle durch. Es liegen die Antworten leitender Persönlichkeiten von gegen 500 teilnehmenden Unternehmen zugrunde. Sie werden in einem standardisierten Fragebogen quartalsweise zu den Tendenzen ihres Betriebsgeschehens befragt. 

Download
Medienmitteilung

Publikationen

Dienstleistungen

Bildung

Organisation

Services

News Versicherungen Grundbildung KV Mitgliederverbände Downloadcenter
Youtubechannel Kreditversicherung Organigramm Kontakte  
     Weiterbildung Weitere Links