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Einkaufstourismus f├╝hrt zu Stellenabbau im Handel

07.12.2015 16:25:21

Die Löhne im Handel werden 2016 stagnieren

2015 standen im Handel die Preise massiv unter Druck. Die Umsätze sind gesunken, während der starke Einkaufstourismus weiterhin anhielt. Personalabbau und stagnierende Löhne sind die Folge. 2016 wird es nur vereinzelt zu Lohnerhöhungen kommen.



Das Jahr 2015 geht für den Handel mit einem dunkelblauen Auge zu Ende. Trotz eines gut angelaufenen Weihnachtsgeschäftes mussten Gross- und Detailhandel im auslaufenden Kalenderjahr Feder lassen. Die Auswirkungen des 15. Januar 2015 haben in den Unternehmensbilanzen stark eingeschlagen: Stark rückläufige Einkaufs- und Verkaufspreise sowie eine stark zurückgegangene Absatzmenge führten in den meisten Bereichen des Grosshandels zu einem erheblichen Druck. In der Folge wurde Personal abgebaut. Entlassungen traten zwar nur in Ausnahmefällen auf, zahlreiche Stellen fielen aber unter Ausnutzung der natürlichen Fluktuation weg. Im Detail- und Fachhandel war dies besonders stark zu spüren. Der Schweizer Konsument entscheidet heute vermehrt über die Preis- statt über eine Qualitätskomponente. Entsprechend massiv hat daher auch der Einkaufstourismus angezogen. In der Folge wurden über das Jahr 2015 mehrere Tausend Stellen abgebaut.

Für das kommende Jahr bedeutet dies, dass die Löhne im Handel stagnieren werden. Im Grosshandel werden vereinzelt sogar Arbeitszeitverlängerungen in Absprache mit den Beschäftigten ins Auge gefasst. Im Detailhandel wird es trotz allem gewisse Anpassungen der niedrigsten Löhne nach oben hin geben. In Branchen, die stark unter dem Fachkräftemangel leiden, kommt es zu marktkonformen Lohnanpassungen. Aufgrund der finanziellen Situation der Unternehmen ist davon auszugehen, dass auch hier die Lohnsumme über die gesamte Branche hinweg konstant bleiben wird. Insgesamt rechnet Handel Schweiz auch für 2016 mit einem Rückgang der Beschäftigung im Handel.

Kontakt
Kaspar Engeli, Direktor, Tel. 061 228 90 33
Andreas Steffes, Sekretär, Tel. 061 228 90 32  
 

Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 3’700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Die KV-Branche Handel bildet 1‘400 Lehrlinge aus und ist damit eine der grössten und beliebtesten Ausbildungsbranchen. Insgesamt sind im Handel rund 24´000 Lernende tätig. 

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