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Einkaufstourismus boomt trotz massiver Preissenkungen

20.01.2016 12:17:43
Das Bundesamt für Statistik in Neuchâtel bestätigt, was Handel Schweiz bereits im Laufe des Jahres 2015 kommunizierte: Die Preise sind gesunken und dies in erheblichem Masse. Dennoch boomte der Einkaufstourismus. Handel Schweiz ruft zu einem Umdenken auf. Wir müssen unserem Wohlstand mehr Sorge tragen.



Im 2015 sind die Produzenten- und Importpreise so stark gesunken wie letztmals 1932 während der Weltwirtschaftskrise. Im Dezember sank der Produzenten- und Importpreisindex auf 90.8 Punkte. Auch die Detailhandelspreise sanken deutlich: Sie gingen im letzten Jahr so stark zurück wie zuletzt 1950, um 1.1 Prozent. Dennoch flossen über 12 Mrd. Schweizer Franken ins nahe Ausland durch den Einkaufstourismus ab. Ein Unding, sagt Andreas Steffes, Sekretär bei Handel Schweiz. Zwar sind die Preise im Schweizer Detailhandel und Grosshandel noch immer häufig höher als im nahen EU-Ausland, doch ein Grossteil der Kosten im Schweizer Handel fällt immer noch in Franken an. Zudem ist die Hochpreisinsel vor allem im Food Bereich zu verorten. Ein deutliches Zeichen, dass die hohen Preise zudem das Ergebnis von Marktabschottungen, Regulierungen und Handelshemmnissen sind. 

Die höheren Preise in der Schweiz sind letztlich ein Spiegel der Hochlohninsel Schweiz und unseres Wohlstands. Diesem Wohlstand müssen wir heute mehr Sorgen tragen, so Andreas Steffes. Es sollte das Ziel aller sein, den hohen Wohlstand und die hohen Löhne zu erhalten. Die Kaufkraft, die dadurch entsteht, sollte dringend in der Schweiz verbleiben, denn sie sichert den Schweizer Wohlstand. Schweizer Konsumenten sollten vermehrt Preisportale aufsuchen und Preise in der Schweiz vergleichen. Zudem bieten sich zu vielen Markenprodukten auch günstigere Ausweichprodukte. Die Kunden aus Industrie, Bau und Handwerk, deren Preise heute unter massivem Druck aus dem Ausland stehen, ruft Steffes auf, gemeinsam mit dem Handel und den Produzenten nach Lösungen zu suchen. 

Wer heute in der Schweiz einkauft, sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Schweiz und letztlich unseren Wohlstand und die hohe Schweizer Kaufkraft. 

Kontakt
Andreas Steffes, Sekretär, Tel. 061 228 90 32
Ueli Stursberg, 1. Sekretär, Tel. 061 228 90 31
 

Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 3'700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Die KV-Branche Handel bildet 1'400 Lehrlinge aus und ist damit eine der grössten und beliebtesten Ausbildungsbranchen. 

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