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Der Handel braucht die zweite Gotthardröhre

25.01.2016 11:09:31
Am 28. Februar stimmt die Schweiz darüber ab, ob es eine zweite Röhre für die Sanierung des längsten Strassentunnels der Alpen geben wird. Bundesrat und Parlament haben sich für diese Lösung entschieden. Nach der Fertigstellung kann der Verkehr während der Sanierung durch den neuen Tunnel geleitet und nach der Sanierung in jeder Röhre je eine Fahrspur geöffnet werden. Verfassung und Gesetz garantieren, dass nicht mehr Fahrzeuge durch den Gotthardtunnel fahren werden als heute. Der Handel ist von dieser Lösung abhängig.

Fotograf André Albrecht

Die Schweizer Wirtschaft braucht die zweite Gotthardröhre. Vor allem im Güterhandel ist die Strasse heute noch immer unverzichtbar. Auch der Gütertransport über die Schiene wird rege genutzt. Doch nur gemeinsam lassen sich heute die logistischen Aufgaben im Handel bewältigen. Letztlich geht es um die Versorgungsleistung des Handels. Zudem würden mit einer Ablehnung einer zweiten Röhre während der Sanierung massiv Arbeitsplätze in Handelsunternehmen gefährdet, die ihren Waren durch den Gotthard transportieren. 

Eine zweite Gotthardröhre ist auch für die Zukunft des Schweizer Strassenverkehrs alternativlos. Unsere Verfassung garantiert, dass in Zukunft nicht mehr Verkehr durch den Gotthard fliesst. Ein zusätzlicher Tunnel schafft daher vor allem mehr Sicherheit im Strassenverkehr und ermöglicht eine bessere Instandhaltung und Sicherung der Investition. Zukünftige Generationen, die sich erneut mit einer Sanierung des Tunnels auseinandersetzen müssen, werden entlastet. Es ist illusorisch, den gesamten Verkehr auf die Schiene zu verlegen. Das gibt dieses Verkehrsmittel nicht her. Für den Verlad sämtlicher Last- und Personenwagen möchte das Referendumskomitee teure Anlagen in den engen Alpentälern bei Biasca/Airolo und Erstfeld/Göschenen bauen. Dafür werden über Jahre eine Fläche von 22 Fussballfeldern benötigt. Die Gegner des Tunnels fordern zusätzlich riesige Terminals in Basel und Chiasso. Der Bau, Betrieb und Rückbau der Verladeanlagen kostet mehr als der Bau einer zweiten Röhre. Dabei genügen die Kapazitäten der Verladelösungen noch immer nicht, 1’000 Stunden Stau pro Richtung und Jahr sind fix eingeplant. 

Die hierdurch verursachten Kosten verteuern die Produkte des Schweizer Handels. Einen weiteren Kostendruck neben hohen Löhnen und hohen Mieten verträgt es im Schweizer Handel nicht. Unsere Unternehmen sind auf einen barrierefreien Zugang zu den Märkten angewiesen. Im Vergleich zu hausgemachten Regulierungen sind die Kosten durch verstopfte oder nicht nutzbare Infrastruktur noch einmal höher. Hier werden Arbeitsplätze in der grössten privatwirtschaftliche Branche der Schweiz aufs Spiel gesetzt. 

Kontakt
Andreas Steffes, Sekretär, Tel. 061 228 90 32
Ueli Stursberg, 1. Sekretär, Tel. 061 228 90 31
 

Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 3'700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Die KV-Branche Handel bildet 1'400 Lehrlinge aus und ist damit eine der grössten und beliebtesten Ausbildungsbranchen. 

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