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Handel Schweiz: Personenfreizügigkeit mit der EU zügig verhandeln

24.06.2016 09:03:21
Grossbritannien verabschiedet sich aus der EU. Handel Schweiz fordert Klärung der Verträge mit dem viertgrössten Handelspartner der Schweiz sowie zügige Verhandlungen mit der EU rund um die Abstimmung zur Masseneinwanderung.

Aus der Sicht von Handel Schweiz ist der Ausstieg der Engländer aus der EU ein verheerender Entscheid. Kaspar Engeli, Direktor des Dachverbands: «Selbstverständlich ist der Entscheid zu akzeptieren. Doch da gibt es nur Verlierer – zu denen zählt nun in erster Linie England selber. Die Briten haben sich jetzt von der EU abgenabelt. Sie haben sich damit auch abgenabelt aus dem TTIP, dem transatlantischen und sehr wichtigen Abkommen, das USA und die EU aktuell verhandeln. England hat sich isoliert. Die Wirtschaft wird leiden; das ganze Land wird leiden – das ist die englische Tragödie.» Gemäss Kaspar Engeli geht das Drama jedoch noch weiter. Die Tragödie in Europa sei, dass es jetzt Nachahmer geben könne. Bestimmte Länder könnten es passend finden, auch auszutreten oder unhaltbare Forderungen an Brüssel zu stellen. Handel Schweiz sieht den 23. Juni 2016 als einen schwarzen Tag für Europa und für die Schweiz. Kaspar Engeli: «Unsere Prognosen sagen, dass die Wirtschaft in England stagnieren und rückläufig sein wird. Industrie, Bankenplatz und Dienstleistungsplatz in London haben es nun enorm schwer. Das Land muss jetzt darangehen – wir in der Schweiz kennen das bestens – bilaterale Verträge mit der EU aufzugleisen. Das wird schwierig und ist sehr zeitaufwändig.» In dieser Phase der Unsicherheit gäbe es keine Investitionen, so sei in Grossbritannien alles ohne Not aus dem Lot geraten.



Scherbenhaufen auch für die Schweiz 
Kaspar Engeli sieht auch klar weitere Nachteile für die Schweizer Wirtschaft: «Nach diesem Scherbenhaufen müssen sich alle neu organisieren. Die Schweiz ist davon ebenfalls betroffen, weil England der viertgrösste Handelspartner der Schweiz ist, nun aber die bilateralen Verträge mit der EU gegenüber England nicht mehr gelten.» Zentraler sei jedoch die offene Frage der Abstimmung zur Masseneinwanderung. Engeli: «Da wurde immer gesagt, bis zum 23. Juni gibt es keinerlei Handlungsspielraum für Verhandlungen mit der EU. Jetzt ist dieser Tag vorbei, und wir müssen alles daran setzen, mit der EU in den verbleibenden acht Monaten noch zu einer Lösung zu kommen, wie wir die Bilateralen Verträge retten können.»

Der Handel zwischen der Schweiz und Grossbritannien 
Im Jahre 2015 exportierte die Schweiz Waren im Wert von CHF 11,7 Mrd. nach Grossbritannien. Im Gegenzug wurde ein Warenwert von CHF 6,6 Mrd. von der britischen Insel importiert (ohne Juwelen und Edelmetalle). Dies macht Grossbritannien zum fünftgrössten Importeur von Schweizer Waren. Investitionen in der Höhe von CHF 78,7 Mrd. machten die Schweiz im Jahre 2013 zum drittgrössten Direktinvestor (Gebäude und Maschinen) in Grossbritannien. Ende 2013 arbeiteten 193'700 Personen bei Schweizer Firmen auf britischem Boden. Zur selben Zeit investierten britische Unternehmen CHF 21,3 Mrd. in der Schweiz und hatten hier 26'800 Angestellte. Zu den grössten britischen Firmen gehören HSBC, Vodafone, BP und Unilever.

Kontakt
Kaspar Engeli, Direktor, Tel. 061 228 90 33
Andreas Steffes, Sekretär, Tel. 061 228 90 32
 

Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 3’700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Im Handel werden über 38’000 Lehrstellen angeboten, mehr bildet keine Branche aus.

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Medienmitteilung
Foto Kaspar Engeli, Direktor Handel Schweiz

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