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Frankreich: Viertwichtigster Handelspartner der Schweiz

11.05.2017 12:06:02

Grenzgänger mit Zugang zum Schweizer Binnenmarkt

Handel Schweiz sieht nach der Wahl in Frankreich die Handelsbeziehungen mit dem Nachbarland weiterhin gesichert. Frankreich ist für die Schweiz viertwichtigster Handelspartner beim Export wie beim Import. Bei den ausländischen Investoren liegt Frankreich ebenfalls an vierter Stelle. 2016 haben über 2’200 Schweizer Unternehmen in Frankreich über 150’000 Mitarbeiter beschäftigt.

Handel Schweiz geht davon aus, dass mit der Wahl von Emmanuel Macron zum neuen französischen Präsidenten der Zugang der Grenzgänger zum Schweizer Binnenmarkt weiterhin gewährleistet ist. Zudem bleibt die Bedeutung von Frankreich als wichtiger Handelspartner der Schweiz intakt. Frankreich ist mit einem Aussenhandelsanteil von über 6% nach Deutschland, den USA und Italien der viertwichtigste Handelspartner der Schweiz. Ein Grossteil des schweiz-französischen Handelsvolumens wird in den Grenzregionen erzielt. Bei der Schweiz fallen 46,7% auf die grenznahen Regionen Rhône-Alpes, Franche-Comté und Elsass.
 
Überregulierter Arbeitsmarkt in Frankreich
Kaspar Engeli, Direktor von Handel Schweiz, sieht jedoch einen Bedarf an verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Frankreich. So sei vor allem der Arbeitsmarkt überreguliert: «Präsident Macron muss ein verkrustetes Land aufbrechen und modernisieren. Mit seiner Arbeitsmarktpolitik wird ihm dies jedoch nicht gelingen. Die überregulierte Arbeitsgesetzgebung und der enorme Arbeitnehmerschutz bedürfen dringend einer Anpassung.» Gefordert seien jetzt aber auch die anderen europäischen Länder – allen voran Deutschland – das Wahlergebnis in Frankreich als Auftrag zu begreifen und eine Reformation von Europa voranzutreiben.
 
Robuste Weltwirtschaft
Kritisch sieht der Direktor des Dachverbandes des Handels die allgemeine Tendenz zum Protektionismus, die in Europa und den USA zunehmend festzustellen sei. Diese gefalle sich «darin, die Realität zu verdrehen und zu behaupten, geschlossene nationale Märkte seien der richtige Weg in die Zukunft und brächten Wohlstand. Es gibt kein einziges Beispiel dafür, dass dies so wäre», so Kaspar Engeli. Vielmehr sei die Weltwirtschaft robust und das Wachstum solid, wenn auch insgesamt verlangsamt. «Tiefe Zinsen und Energiepreise kommen der Wirtschaft zugute. Etatismus und offen deklarierter Protektionismus wie ihn sowohl die USA als auch die gescheiterte Front National Kandidatin Marine Le Pen propagieren, verunsichern jedoch die globalen Partner.»
 
Über 6% der Schweizer Exporte
2016 exportierte die Schweiz Waren im Wert von CHF 13,99 Mrd. (6,64%) nach Frankreich. Im Gegenzug wurde ein Warenwert von CHF 13,28 Mrd. (7,8%) von Frankreich importiert (exkl. Edelmetalle und Juwelen). Dies macht Frankreich zum viertgrössten Importeur von Schweizer Waren. 2014 lag das Schweizer Investitionsvolumen in Frankreich bei CHF 34 Mrd., wobei die französischen Direktinvestitionen CHF 45 Mrd. betrugen. Frankreich ist somit der viertgrösste ausländische Investor in der Schweiz. In Frankreich waren im Jahre 2016 über 2’200 Schweizer Unternehmen aktiv und beschäftigten mehr als 150’000 Mitarbeiter. Die Schweiz liegt an siebter Stelle aller Länder, die in Frankreich investieren.

Kontakt
Kaspar Engeli, Direktor, Tel. 061 228 90 33
Andreas Steffes, Sekretär, Tel. 061 228 90 32
 

Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 3’700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Im Handel werden über 38’000 Lehrstellen angeboten, mehr bildet keine Branche aus.

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