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«Der Wert der Ressourcen»

Interview mit World Café Referent Claudio Beretta (Gründer und Vereinspräsident, foodwaste.ch)

 
Welches sind generell die Herausforderungen im Zusammenhang mit Ressourcen?
Ressourcen sind nur begrenzt vorhanden oder wachsen nur in begrenzter Menge nach. Wenn wir sie also nutzen, ist die gerechte Verteilung und der massvolle Umgang damit unsere Pflicht. Unser Wirken hat Folgeeffekte, denen wir uns bewusst sein müssen.
 
Was heisst das für den Handel?
Oftmals werden Rohstoffe zuerst irgendwo auf der Welt an- oder abgebaut, dann an einem anderen Ort verarbeitet und schliesslich an einem dritten konsumiert. Die Verarbeitung im Ausland ist zwar billiger, aber mehrheitlich nicht schonend und verantwortungsvoll im Umgang mit Ressourcen. Dies ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Für den Handel ist es demnach wichtig, den Transport der Produkte zu optimieren und die Energie, die im Warenkreislauf unnötig verloren geht, einzusparen.
 
Welches sind die nächsten Schritte?
Eine kostenlose Ausbeutung der Ressourcen durch den mächtigsten Akteur schadet der Gesellschaft und künftigen Generationen. Es muss sich gesetzlich etwas tun, etwa durch Nutzungsrechte. Ressourcen muss ein bestimmter Wert zugerechnet werden. Ich erwarte, dass die Politk sinnvolle Leitplanken setzt und sich unsere Marktwirtschaft der Gewinn-Maximierung zu einer Gemeinwohl-Ökonomie hin entwickelt.
 
Was unternimmt Ihr Verein foodwaste.ch in diesem Zusammenhang?
Wir versuchen den Dialog zu fördern, damit weniger Lebensmittel verschwendet und Ressourcen eingespart werden können. Wir wollen auch zeigen, dass dabei nicht auf Lebensqualität verzichtet werden muss. Konkret haben wir mehrere Projekte, die auf die Foodwaste-Problematik hinweisen. Zum Beispiel eine Ausstellung, die neue Verhaltensweisen aufzeigt, um die Wertschätzung von Lebensmitteln zu erhöhen oder den Event «Deine Stadt tischt auf», an dem wir ein Festessen aus unverkäuflichen und überschüssigen Lebensmitteln veranstalten.
 
Was möchten Sie Handelsunternehmen zum Thema Ressourcen, Verschwendung und Abfall mit auf den Weg geben?
Mögliche Ressourceneinsparungen werden nicht ausgeschöpft. Es ist also wichtig, die eigenen Prozesse unter die Lupe zu nehmen. Ebenfalls ist eine Kooperation zwischen Handelsunternehmen ratsam. Diese soll ihnen helfen, nicht alleine vor dieser Aufgabe zu stehen, sondern die Möglichkeit zu haben, gemeinsam den Umgang mit Ressourcen zu optimieren. Schlussendlich kann man sagen, dass das Konsumentenbewusstsein langsam aber stetig zunimmt. Deswegen lohnt es sich immer mehr, die Tätigkeiten nach dem Gesellschaftsnutzen auszurichten. Dies sorgt für ein vertrauenswürdiges Image.
 

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