social social social
 
social social social

«Ressourcen sparen wird zum Marktvorteil»

Interview mit World Café Referent Daniel Aebli (Country Manager, Stahl Gerlafingen AG)

 
Welches sind generell die Herausforderungen im Zusammenhang mit Ressourcen?
Tendenziell werden Ressourcen knapper. Aus diesem Grund ist es wichtig, darauf zu achten, dass Ressourcen sparsam eingesetzt und das Entstehen von Abfällen verhindert wird. Letzteres bedeutet eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Das sind wir unseren Nachkommen schuldig.
 
Welche Entwicklungen erwarten Sie für die Zukunft?
Zu hoher Ressourcenverbrauch oder die Erzeugung von Abfall wird künftig vermehrt mit Abgaben belastet werden. Da die natürlichen Ressourcen tendenziell nicht billiger werden, lohnt es sich in jedem Fall, sie schonend zu verwenden. Wenn Sie zum Beispiel für eine Tonne Stahl 350 KWh Strom benötigen und den Verbrauch nur um 3% senken können, sparen Sie bezogen auf die Produktion von Stahl Gerlafingen bereits den Jahresverbrauch von 1'500 Haushalten.
 
Was bedeutet das für den Handel?
Der Handel muss seinen Beitrag leisten für einen sorgfältigen Umgang mit Ressourcen. So hat beispielsweise Stahl aus der Schweiz einen ökologischeren Strommix als Stahl aus dem Ausland. Auf dies Rücksicht zu nehmen, kann aufwändiger sein, aber es ist letztendlich eine ethische Frage. Und genau in diesen Fragen könnte sich der Handel profilieren. Er muss sich also für das Schliessen der Rohstoffkreisläufe einsetzen und den Ressourceneinsatz optimieren. Es ist wichtig, dass Handelsunternehmen solche Entwicklungen voraussehen und entsprechend darauf reagieren. Dies bedeutet einen «added value» beim Kunden, wie auch beim Lieferanten. Wenn die Handelsunternehmen damit sogar noch Kosten senken können, wird das zu einem echten Marktvorteil.
 
Welche Herausforderungen bestehen für Stahl Gerlafingen AG in Bezug auf Verschwendung und Abfall?
Mein Unternehmen ist der grösste Recycling-Betrieb der Schweiz. Wir sind schon sehr weit, weil wir ein sogenannt ressourcen-intensiver Betrieb sind. Eine echte Herausforderung sind die zunehmenden Widersprüche zwischen dem Anspruch die Rohstoff-Kreisläufe zu schliessen und den steigenden Anforderungen in den gesetzlichen Grundlagen. Wenn letztere nicht mit dem Ausland kompatibel sind, werden ausländische Akteure mit tieferen Kosten bevorteilt. Alleingänge der Schweiz sind deshalb in jedem Fall schädlich.
 
Wie entgegnen Sie den Herausforderungen?
Seit rund 15 Jahren erfassen wir in einer Input-Output-Analyse sehr detailliert die Stoff- und Energieflüsse in der Unternehmung. Heute können wir sehr genau sagen, wo welche Ressourcen verwendet werden. Ebenfalls steht das Jahr 2017 ganz im Zeichen von Lean Management und den Themen Prozessoptimierung, Vermeidung von Verschwendung und Wiedereinsatz von Ressourcen.

Publikationen

Dienstleistungen

Bildung

Organisation

Services

News Versicherungen Grundbildung KV Mitgliederverbände Downloadcenter
Youtubechannel Kreditversicherung Organigramm Kontakte  
     Weiterbildung Weitere Links