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Grosshandel dynamisch unterwegs

17.10.2014 10:52:09
Der Schweizerische Grosshandel bewegt sich im grünen Bereich, was Kenngrössen wie die Nachfrage, Ertragslage, Absatz und Beschäftigung. 90% der befragten Grosshändler gehen von gleichbleibender oder steigender Nachfrage aus. Dies ergibt der jüngste Konjunkturbericht zum Grosshandel, den Handel Schweiz zusammen mit der KOF quartalsweise erhebt.
 
Die Geschäftslage im Grosshandel hat sich im Vergleich zum Vorquartal erneut deutlich aufgehellt. Die Nachfrage nahm erstmals seit langem wieder zu. Ebenfalls hat sich die Beurteilung der Ertragslage verbessert und wieder ein positiver Saldo erreicht. Hand in Hand mit dieser erfreulichen Entwicklung geht auch der deutliche Anstieg des mengenmässigen Warenverkaufs einher.
 
Als Folge der guten Entwicklung haben die Grosshändler erneut verlängerte Lieferfristen gemeldet. Ferner ist die Beschäftigung erstmals seit langem wieder gestiegen und wird als angemessen beurteilt. Die Wettbewerbsposition der Grosshändler hat sich gegenüber dem Vorquartal verbessert. Darüber hinaus beurteilen die Betriebe die Ausstattung mit technischen Einrichtungen eher zu niedrig als zu hoch. Ungenügende Nachfrage ist zwar weiterhin das bedeutendste Leistungshemmnis, jedoch mit abnehmender Tendenz. Auch ein Mangel an Arbeitskräften wurde vermehrt als Leistungshemmnis erwähnt. Diese Sorge begleitet den Grosshandel seit Jahren.
 
Mit Blick auf die kommenden drei Monate gehen 90% der Unternehmen vermehrt von gleichbleibender oder steigender Nachfrage aus. Beinahe alle Firmen rechnen mit längeren Lieferfristen. Ferner erwarten die Befragten deutlich steigende Einkaufspreise, auf der andern Seite aber etwas schwächer steigende Verkaufspreise. Des Weiteren gehen die Grosshändler davon aus, dass die Mitarbeiterzahl in den kommenden drei Monaten leicht zunehmen wird. Schon heute ist der Handel mit über 680‘000 Beschäftigten der grösste private Arbeitgeber der Schweiz.
Hinsichtlich der Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate ist die Zuversicht unter den Befragungsteilnehmern erneut gestiegen.